Gesunde Zähne, gesunder Körper.

Schöne Zähne, mehr als nur eine Frage der Optik

Schöne, gepflegte Zähne sind ein sichtbarer Ausdruck von körperlicher Gesundheit. Ein lückenloses, sauberes Gebiss lässt auf gepflegte Menschen schließen und unbewusst entsteht der Eindruck von Kraft und Sauberkeit.

Was haben die Zähne mit meinen Organen zu tun?

Die Zähne haben wesentlich mehr Aufgaben als nur die Nahrung zu zerkleinern. Sie unterstützen bei gutem Kauen die Verdauung und die Atmung, sofern das Gebiss lückenlos ist. Mit fehlenden Zähnen ist die Atmung erschwert, wovon der Betroffene aus Gewohnheit nichts bemerkt. Jeder Zahn ist ein lebender Bestandteil des Kauorgans und dem Blutkreislauf und der Nervenversorgung angeschlossen. 

Ist der Zahnschmelz wichtig?

Die äußere Hülle der Zahnkrone ist der Zahnschmelz und durchlässig für Flüssigkeiten. Er ist ein wichtiger Bestandteil, um Salze aus dem Speichel aufzunehmen. Obwohl der Zahnschmelz der härteste Teil im menschlichen Organismus ist, so ist er von äußeren Einflüssen sehr anfällig. Besonders säurehaltige Lebensmittel, Speisereste, Zucker und stärkehaltige Nahrungsmittel zerstören den Zahnschmelz, wenn sie länger im Mund verweilen. Auch Bakterien durch Speisereste schaden. Werden die fäulniserregende Bakterien und die Säuren nicht schnellstens mit dem Putzen der Zähne entfernt, setzt eine Entkalkung ein und Karies nimmt seinen Lauf.

Die Zähne und der Organismus

Jeder Zahn ist mit Blutgefäßen und Nerven durchzogen. Haben sich an der Zahn-Wurzelspitze Eiterherde gebildet, kann das Eitersäckchen platzen. Die Bakteriengifte werden über das Lymphsystem durch den gesamten Körper geschwemmt und setzen bevorzugt an geschwächte Organe mit fatalen Folgen ab. 

Gesunde Zähne – gesunder Körper

Auf diesen Organen siedeln sich die Bakterien an und können Krankheiten auslösen:

  •  Herz
  •  Nieren 
  •  Gelenke 
  •  Leber
  •  Muskeln

Über die Fernwirkung der Herdeninfektionen ist es möglich, dass sogar an mehren Organen Schmerzen auftreten oder eine muskuläre Beeinträchtigung spürbar ist. 

Diese Symptome sind mit einer Zahninfektion möglich:

  • Erschöpfungszustände
  • Kopfschmerzen
  • Mutlosigkeit 
  • Nervosität
  • Neuralgien
  • Blasenschwäche
  • Haarausfall
  • Magenschmerzen
  • Herzerkrankung
  • Rheuma
  • Lymphdrüsenschwellung im Kopfbereich 

Die in den Blutkreislauf geratenen Bakterien können im Gehirn und im Herz Blutgerinnsel auslösen. In Studien wurde festgestellt, dass es einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und der Häufigkeit von Schlaganfällen und Herzinfarkten gibt. 

Sind Zahnlücken gefährlich?

Bis zu drei fehlenden Zähnen kann der Kiefer ohne gesundheitliche Gefahr das Kauen ausgleichen. Fehlen mehr Zähne, ist das Kauen problematisch, weil es nur noch bedingt möglich ist. Das führt unweigerlich zu Magen- und Verdauungsproblemen, denn die Nahrung wird nicht mehr vollständig zerkleinert.

Wie erhalten wir unserer Zähne gesund?

Die Lebensmittelindustrie verführt zum Naschen und zu fertigen Produkten, bei dem die Zähne nichts Kräftiges zu beißen haben. Geben Sie Ihrem Kiefer etwas zum Kauen, um die Kieferknochen kräftig zu erhalten. Hat der Knochen keine Arbeit, baut er ab und das Zahnfleisch geht zurück. 

Das sollten Sie zwischendurch verzehren:

  • Vollkornbrot
  • Äpfel 
  • Möhren
  • Selleriestangen

Wenn Sie mögen, auch älteres, festes Brot. Beißen Sie kraftvoll hinein. Kauen Sie regelmäßig zuckerfreies Kaugummi. Das regt die Speichelproduktion an und unterstützt positiv die Mundflora.

Wann fängt Zahngesundheit an?

Zahngesundheit fängt im Mutterleib mit einer gesunden Vitamin- und Mineralhaltiger Ernährung an. Schon vor dem ersten Zahn ist unbedingt darauf zu achten, das Baby nicht mit Zuckerzeug zu verwöhnen. Die Zahngesundheit ist nach dem Zahnwachstum abgeschlossen und nicht mehr zu beeinflussen. Ein ausgebildeter Zahn nimmt keine Mineralien mehr auf.

Zähneputzen nicht vergessen

Zähneputzen nach jedem Essen ist optimal. Um den Zahnschmelz nicht zu gefährden, ist danach eine Wartezeit von etwa 30 Minuten angeraten. Am Wichtigsten ist das abendliche Reinigen der Zähne, so hat Karies durch die nächtlichen Speisereste keine Chance. Mundhygiene hat eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit.

Fazit: 
Eine gesunde Entwicklung der Zähne beginnt sehr früh und ist entscheidend für das ganze Leben. Geben Sie Ihren Kindern zur Kräftigung des Zahnfleisches und der Kieferknochen stets etwas festes zum Beißen. Ein älterer Brotknust ist gesund und süß zugleich. Außerdem reinigt gründliches Kauen die Zähne, aber es ersetzt keine Zahnbürste.

Literaturangaben
https://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/dms/Zusammenfassung_DMS_V.pdf
https://link.springer.com/article/10.1007/s00103-021-03345-6