Wenn Sie finanzielle Hilfe benötigen und bekommen.

Hilfe für seniorengerechtes Wohnen

Der Traum eines jeden älteren Menschen ist in seinen eigenen vier Wänden ein erfülltes Leben zu verbringen und nicht in einem Pflegeheim. Um diesen Traum zu verwirklichen, sind mitunter kostspielige Umbaumaßnahmen notwendig. Bei gesundheitlicher Beeinträchtigung wird Ihnen finanzielle Hilfe für Änderungen zugesichert. 

Wussten Sie, dass bei Notwendigkeit auch Pfleger/innen von der Pflegekasse gestellt werden? Lesen Sie, welche Maßnahmen es für Sie gibt.

Wo gibt es Hilfe, wenn die Wohnung umgebaut werden muss?

Ein Umbau für Pflegebedürftige ist sehr kostspielig. Es gibt die Möglichkeit, Zuschüsse über Krankenkassen und der Pflegeversicherung zu erhalten. Laut der AOK wird der Umbau für eine Person bis zu 4000 € von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. Außerdem haben Sie die Möglichkeit weitere Fördergelder von anderer Stelle zu erhalten. 

Für benötige Umbaumaßnahmen muß ein Pflegeantrag gestellt werden. Ein Gutachter der Krankenkasse oder Pflegeversicherung meldet sich bei Ihnen und überprüft den Pflegegrad und Gesundheitszustand. Im Anschluss wird ein Gutachten für den Träger der Kosten erstellt. Anhand dieses Gutachtens wird entschieden, welche Hilfsmittel die gesetzliche Pflege- oder Krankenversicherung übernimmt. Dies hängt auch vom Einkommen oder den finanziellen Möglichkeiten der betroffenen Person ab.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten

Neben der Kranken- und Pflegeversicherung gibt es weitere Wege, Zuschüsse für den Umbau einer altersgerechten Wohnung zu bekommen. Die KFW-Bank bietet günstige Kredite bis zu 50.000 € je nach Bedarf. Neben den öffentlichen Fördermitteln bieten Länder und Gemeinden weitere finanzielle Hilfe an. Die sind jedoch von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich. In Nordrhein-Westfalen stellt die NRW – Bank jedes Jahr finanzielle Unterstützung in unterschiedlicher Höhe für den Wohnungsumbau in Form eines Darlehens zur Verfügung. Die NRW – Bank übernimmt bis zu 2 % der anfallenden Kosten, wenn diese 50.000 € nicht überschreiten. Bei dieser Bank muss frühzeitig ein Antrag auf Förderung gestellt werden. Es steht nur ein festes Budget im Jahr zur Verfügung.

Was muss berücksichtigt werden?

Neben den finanziellen Möglichkeiten sind auch die altersbedingten Erkrankungen zu berücksichtigen. Die Knochen werden porös und die Kraft lässt nach. Das ist meisten in den Beinen zu spüren, wenn das Treppensteigen schwerfällt. Es ist an vieles zu denken, um die Wohnung altersgerecht einzurichten. Für die oberen Stockwerke, ist ein Treppenlift sinnvoll. 

Entfernen Sie Stolperfallen:

  • Badematte
  • Teppichläufer
  • zu hohe Türschwellen
  • ungünstige Ablage für den Gehstock

Auch das muss beachtet werden:

  • Rutschige Schuhsohlen
  • zu niedrige Tische
  • vorstehende Tischbeine bei älteren Modellen. 
  • Eine ebenerdige Dusche und das Anbringen von Haltegriffen sowie Anti – Rutschmatten auch auf dem Flur vermindern das Risiko zu stürzen.
  • Viele Menschen fallen über ihre eigenen Haustieren. Hier ist besondere Vorsicht geboten.

Das Wichtigste für Rollstuhlfahrer

Bauliche Maßnahmen sind notwendig, wenn Sie auf einen Rollstuhl angewiesen sind. 

  • Ein Gutachter stellt fest, ob das Badezimmer oder die Dusche groß genug für einen Rollstuhl ist. Manchmal ist nur eine breite Tür notwendig und ein erhöhter Toilettensitz. 
  • Die Küche muss so gestaltet sein, dass der Rollstuhl bequem zwischen den Schränken navigieren kann.
  • Eine Arbeitsfläche muss problemlos erreichbar sein. 
Ältere Menschen sind gerne zu Hause

Ist ein altersgerechte Bett sinnvoll?

Wer etwas älter ist benötigt ein Bett, welches mit wenigen Handgriffen zu einem Pflegebett wird. Die inzwischen große Auswahl an Pflegebetten, lassen keinen Wünsche offen und unterscheiden sich im Aussehen nicht von einem normalen Bett. So sind Sie im Krankheitsfall gut vorbereitet.

Das ist bei Bettenkauf für ältere Leute zu beachten

Jeder kann krank werden oder möchte nachts ohne Rückenschmerzen sanft schlafen.

Das müssen Sie wissen:

  • Achten Sie darauf, dass eine Person das Bett allein transportieren kann.
  • Achten Sie darauf, dass es möglich ist, zusätzlich Rollen anzubringen.
  • Achten Sie darauf, dass die Möglichkeit besteht, einen elektrisch betriebenen Lattenrost darin zu integrieren. 
  • Achten Sie darauf, dass mit einem leichten Knopfdruck der Kopf- und Fußteil in jede Position und Höhe verstellbar ist.
  • Achten Sie darauf, dass die Liegefläche bis zu vier Teile eingestellt werden kann. Das hat den Vorteil, dass beim Liegen die Beine zusätzlich in Ober- und Unterschenkel aufgeteilt werden. 
  • Diese Lagerung ist bei akuten Rückenschmerzen bequem. Es entlastet den Rücken und lindert die Schmerzen. Mit weiteren Einstellungen ist es möglich, in der Nacht mit leicht erhöhten Beinen zu schlafen. Das fördert die Durchblutung in den Beinen bei ungestörter Nachtruhe.
  • Eine Ausstattung mit abnehmbarem Gitter ist optimal für Senioren, um nicht herausfallen.
  • Das Pflegebett ist optimal aufgestellt, wenn Pfleger oder Angehörige die pflegebedürftige Person von allen Seiten erreichen können.

Fazit: Viele ältere Menschen sehen sich nicht als hilfsbedürftig oder haben nicht dem Mut, einen Antrag auf Leistungen zu stellen. Auch bei geringer Beeinträchtigung kann Ihnen für einige Stunden in der Woche ein Hilfe zum Putzen oder Einkaufen gestellt werden. 

Literaturangaben
AOK zuhause – im alter.de
https://www.foerderdatenbank.de/
KFW-Bank
ndr
NRW Bank
Verbraucherzentrale
Pflege.de